Europaschule Timmendorfer Strand

Die Wälder des ostholsteinischen Hügellandes bilden die Inspiration für die Gestaltung der Außenräume. Der Wald wird vom Strand im Norden und vom Tatergraben im Süden auf das Schulgelände weitergeführt. Im Wechselspiel zwischen dichten Baumgruppen und kleinen Lichtungen entstehen bewaldete Höfe unterschiedlichen Charakters.

Der wertvolle Baumbestand wird gezielt zur Raumbildung eingesetzt und durch neue Bäume und Sträucher ergänzt. Sie spenden Schatten, fördern ein angenehmes Mikroklima und stärken die ökologische Qualität des Freiraums. Geröll, Totholz und wiederverwendete Findlinge schaffen zusätzliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
Auch die Materialität greift den Naturraum auf: Klimapflaster, wassergebundene Wege, Kies- und Pflanzflächen gehen fließend ineinander über. Entsiegelung und ein nachhaltiger Wasserhaushalt stehen im Mittelpunkt. Durch wasserdurchlässige Beläge kann Niederschlag direkt versickern; bei stärkeren Regenfällen wird Oberflächenwasser gezielt in Pflanz- und Kiesflächen geleitet und so zur Bewässerung genutzt. Die Pflanzung verfolgt in lichteren Bereichen das Ziel der Bienenweide, unter den Gehölzen finden sich Farne und Blattschmuckpflanzen.

Perspektivische Darstellung: Studio Benecke | Visualisierung: Anna Gassner